Donnerstag, 18. Februar 2010

Vorsicht Verwechlungsgefahr!

Falls sie ein Unternehmen führen, dass gern gute Presse hat und sich Freunde macht, kann es unter umständen sein, dass sich ihnen ein SM-Berater anbietet. Erschrecken sie nicht, derjenige will sie nicht zu dem Thema beraten wie viele Löcher in ein Lederpaddel gehören, damit es ordentlich klatscht und zieht, sondern es handelt sich um einen "Social Media" Berater. Ich gehe mal davon aus, dass sie von so etwas noch nie gehört haben, was an und für sich auch gar kein Problem ist, weil brauchen tut das kein Mensch, aber dennoch will ich sie kurz über diese kleinen possierlichen Tierchen aufklären.
Diese Menschen haben nicht nur keine Ahnung, sondern auch keine Freunde, nun zumindest keine echten, aber dafür kennen sie jeden auf Xing, Twitter, facebook und myspace. Ok, vielleicht haben Sie nicht jeden in Ihrer Freundeliste, aber bestimmt haben sie jemanden auf der Freundesliste, der was weiss oder jemanden kennt. Diese Leute werden Ihnen dann erklären, dass es für das Wohlergehen ihrer Marke dringend erforderlich ist an diesen Medien teilzunehmen um ganz viele (virtuelle) Kunden (Fans, Follower, etc.) zu bekommen.
Da diese Leute allerdings keine Ahnung haben, sage ich ihnen das jetzt nochmal möglichst deutlich: Das Problem mit virtuellen Kunden ist, dass sie weder etwas kaufen, noch in irgend einer Form etwas konsumieren. Ah halt, doch natürlich, etwas konsumieren sie schon: Speicherplatz und Nerven.

Ich danke Herrn Alfonso herzlich, dass er mich dazu animiert hat diesen Artikel schreiben und ich freue mich über jeden im Internet, der Sascha Lobo für eine erfahrene und saubere Klobürste hält.

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